NABU Burgwald
Forschendes Lernen am Bach
Freudige Überraschung am Jahresende bei der Umweltgruppe Burgwald im Naturschutzbund Deutschland e. V.: Sie gehört zu den Preisträgern, die von der E.ON-Mitte-Stiftung in diesem Jahr für soziale Projekte gefördert werden. Bei einem Empfang durch die Unternehmensleitung in Kassel nahmen Klaus Klimaschka und Sabine Freiling für die Umweltgruppe Burgwald einen Förderbetrag von 1000 Euro entgegen.
Fledermausfreundliches Haus in Wiesenfeld
Die Überraschung war perfekt: Den Festakt zur Eröffnung des europäischen Fernwanderweges „Hugenotten- und Waldenserpfad“ nutzte die NABU-Umweltgruppe Burgwald, um Sabine Freiling, die eigentlich zum Wandern gekommen war, die Plakette „Fledermausfreundliches Haus“ zu überreichen. Vorstandsmitglied Klaus Klimaschka (im Bild Mitte) übergab ihr die Auszeichnung und schilderte, dass die Wiesenfelder Hauseigentümerin zunächst von nächtlichen Geräuschen rund um ihr Grundstück berichtet hätte. Anfangs habe man dahinter Waschbären vermutet, dann seien aber bei einer abendlichen Überwachung 60 Fledermäuse ausgeflogen, die sich hinter einer Verschalung des Hauses aufgehalten hätten – der Wochenstube, in denen die Weibchen sie während des Sommers als Jungtiere aufgezogen hatten. Auch Burgwalds Bürgermeister Lothar Koch gratulierte Sabine Freiling zu ihrem Beitrag für den Naturschutz und das dafür vergebene Prädikat „Fledermausfreundliches Haus“.
Impulse für den Naturschutz
Das Biotop-Verbundprojekt „Obere Wetschaftsaue“ zwischen Ernsthausen und Roda ist unter seiner Federführung entstanden, nach Jahren konnte erstmals wieder mit dem „Ernsthäuser Moor“ ein flächenhaftes Naturdenkmal von überregionaler Bedeutung in Waldeck-Frankenberg ausgewiesen werden. „Willy Becker hat gerade im Bereich Biotopschutz immer wieder neue Impulse gegeben“, sagte Klaus Klimaschka, als er dem pensionierten Forstbeamten jetzt die goldene NABU-Ehrennadel überreichte.
Höhlen für Vogel des Jahres
Einen gastfreundlichen Empfang bereitet die Umweltgruppe Burgwald im Naturschutzbund Deutschland (NABU) dem „Vogel des Jahres 2011“: Für den Gartenrotschwanz, der in diesen Tagen aus seinem Winterquartier in den Savannen Afrikas zurückkehrt, hat der Verein zehn spezielle Nisthöhlen aus Holzbeton angeschafft. Sie sollen dem farbenprächtigen Singvogel, dessen Bestand an Brutpaaren in Deutschland vor 30 Jahren noch drei- bis viermal so hoch war wie heute, die Existenz im Burgwalder Raum erleichtern.
Bunte Gärten ohne Torf
Torf ist zwar jünger als Kohle, doch trotzdem ein fossiler Rohstoff und eine endliche Ressource. Dadurch, dass er aus trockengelegten Mooren abgebaut wird, trägt seine Verwendung auch zum anhaltenden Lebensraumverlust vieler Arten und zur Klimaschädigung bei. Denn nur intakte Moore können Kohlendioxid speichern. Dabei gibt es bereits heute gute Alternativen bei der Verwendung von Blumenerde im eigenen Balkon und Garten. Alle Vorteile auf einem Blick und Einkaufstipps hat der NABU in einem Faltblatt zusammengefasst, dem ersten in einer neuen Kompaktreihe mit Verbraucherthemen. Kostenloser Dowload auf der NABU-Website (PDF-Datei, 890 kB).
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