Feuchtgebiete und Gewässer

Feuchtgebiete sind in jeder Hinsicht ein besonderer Lebensraum, sowohl was die Tier- und die Pflanzenwelt betrifft als auch ihre Funktion als Grundwasserfilter und als Überschwemmungsschutz. Trotz der Zerstörungen vieler Feuchtgebiete durch Umwandlung in landwirtschaftliche Nutzflächen, Aufforstung oder Bebauung konnten sich in unserer Region Moore, Bruchwälder, Feuchtwiesen oder Auen erhalten, für deren Erhalt sich der NABU einsetzt. Zu den Projekten gehören unter anderem der Biotopverbund Wetschaftsaue im Rodaer Henzeried, in den Ernsthäuser Nauwiesen und im Seitenbruch sowie die Borewissen und das Tal des Senkelbachs in Wiesenfeld.

Birken in den Borewissen ausgelichtet

Als 1984 zwischen Wiesenfeld und Ernsthausen die Gemeinde Burgwald in den „Borewissen“ ein Feuchtgebiet mit Tümpeln und einem Teich anlegte, standen dort drei Birken in malerischer Solitärstellung. In den letzten Jahren drohte aber das schützenswerte Biotop durch Birkenanflug gänzlich zu verwalden, sodass die örtlichen Umweltschutzgruppen im Februar 2010 zu einer Großpflegeaktion aufriefen.

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Altweibersommer in den Nauwiesen

Umweltgruppe Burgwald hatte zu einer Pflegeaktion aufgerufen

Roda. Spinnenfäden zwischen Disteldolden, Tautropfen auf trockenen Sauergräsern, ein Rotkehlchen als Zaungast – das Wetschaftstal zwischen Roda und Ernsthausen zeigte sich noch einmal im schönsten Altweibersommer, als sich Mitglieder und Freunde der NABU-Umweltgruppe Burgwald zu einem Arbeitseinsatz auf den Nauwiesen trafen. Viele freiwillige Helfer waren mit drei Traktoren, Wagen und einem Baggerlader gekommen, um das Mahdgut aus den Feuchtwiesen abzutransportieren.

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