Amphibien- und Reptilienschutz
Einhergehend mit den Veränderungen der Landschaft in den vergangenen Jahrzehnten und Jahrhunderten gingen unter anderem sowohl eine Vielzahl von Feuchtgebieten als Lebensraum für Amphibien als auch trockenen Gebieten als Lebensraum für Reptilien verloren. Der NABU Burgwald setzt sich für den Erhalt und die Neuschaffung von geeignetem Lebensräumen ein.
Plattbauch-Libelle und Wespenspinne
Im Henzeried ist neuer Lebensraum für Pflanzen und Tiere entstanden
Im Juli flog bei einer Sprengübung des Technischen Hilfswerks (THW) aus Marburg der weiche Tonboden in die Luft, wie wir in unserem Artikel über die Großübung des THW berichteten. Jetzt spiegeln sich bereits die Wolken in der großen Wasserfläche, die sich seitdem dort gebildet hat. Allmählich erobert sich die Natur im Henzeried bei Roda ihren Raum zurück, neue Lebensformen entstehen rund um den Tümpel, der die Feuchtwiese ökologisch aufwerten soll.
Sprengstoff schafft ein neues Biotop
THW Marburg veranstaltete bei Roda Großübung für Naturschutzzwecke
Roda. Zweimal ertönt gegen 11.53 Uhr der schrille Warnton. Dann durchbricht ein dumpfer Explosionsknall die Stille des Wetschaftstals bei Roda. Eine Riesenfontäne tiefschwarzer Erde steigt auf, Brocken wirbeln durch die Luft. Kurz darauf ist alles vorbei. Fachleute des Technischen Hilfswerks (THW) prüfen das entstandene Sprengloch, dann geben sie das Signal für den lang gezogenen Entwarnungston.
Und schon Minuten später erobert sich die Natur ihren neu entstandenen Lebensraum zurück: Aus kleinen Quellen sprudelt das Wasser sichtbar nach oben, die erste Pfütze ist zu sehen, wo in den nächsten Stunden und Tagen ein neuer Tümpel entstehen wird, Laichgewässer für Amphibien, die allmählich wieder in die früher vom Menschen durch Drainagen trocken gelegten Wiesen zurückkehren.